Brüssel wird die Zusammenarbeit aufkündigen

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Brüssel wird die Zusammenarbeit aufkündigen

Von Daniel Woker, 10.02.2014

Mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative ist die Schweiz zu weit gegangen.

Die Masseneinwanderungsinitiative war eine bewusste Irreführung. Es handelt sich nicht um Immigration, sondern freien Personenverkehr mit Europa. Diesen pflegen wir Schweizer seit Jahrhunderten.  So kämpften über mehr als 300 Jahre hinweg über 100’000 Schweizer für französische Könige, überall in Europa. Weiter gibt es wohl kaum einen Schweizer, der in seiner Familie nicht Vorfahren hat, welche ausserhalb der Schweiz geboren wurden.

Die rund 20% der Schweizer jenseits der rund 30% des normalen SVP-Kontingents, welche Ja stimmten, sind einem zweiten Irrtum aufgesessen. Sie vermeinten, lärmige Afrikaner im Quartier los zu werden. Tatsächlich werden sie nun länger auf einen Termin beim in Deutschland ausgebildeten Zahnarzt zu warten haben, keine Putzfrau aus Osteuropa mehr finden und ihren Nachttopf im Altersheim selber leeren müssen.

Ein weiterer Irrtum liegt vor bei den Kommentaren, welche von geballter Macht “der Wirtschaft” reden, gegen welche sich der Volkswille durchgesetzt hätte. Das Gegenteil traf zu. Da die Schweiz als einziges zivilisiertes Land keine Gesetzgebung über private Politikfinanzierung kennt, liegen keine Zahlen vor. Wie immer bei SVP-Feldzügen, wurde wohl auch diese Kampagne reichlich mit Treibstoff aus den Privatschatullen ihrer National-Milliardäre versehen. Gratis war der Versand des SVP-Kampfblattes ‘Schweizerzeit’ an alle Haushaltungen  sicher nicht.

Den gewaltigsten Irrtum werden schliesslich jene erfahren, welche Ja stimmten, um den Beitritt der Schweiz in die EU noch weiter in die Ferne zu rücken. Die ersten Kommentare  machen klar, dass die Schweiz mit ihrem Nein zu einem der zentralen Grundprinzipien von Europa zu weit gegangen ist. Brüssel wird diesmal die Zusammenarbeit aufkünden.  Der schweizerische Ast, angesägt vom Diktat eines Zufallmehrs, wird vom europäischen Baum abfallen und verkümmern. Einziger Weg zurück zu Wohlstand und internationalem Status wird letztlich der bedingungslose Beitritt zur EU sein.

Jener EU, welche die Schweiz viel weniger braucht als umgekehrt.

 

 

Kommentare

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"Einziger Weg zurück zu Wohlstand und internationalem Status wird letztlich der bedingungslose Beitritt zur EU sein.Jener EU, welche die Schweiz viel weniger braucht als umgekehrt."

Wie theatralisch und depressiv ist das denn?

Wie wäre es stattdessen mit folgendendem Drehbuch:
Wir stauen erstmal alle vier Flüsse in unserem Land nahe den Quellen, dass macht Eindruck.
Danach schliessen wir die Nord-Süd-Passage, was für fürchterliches Geschrei sorgen wird.
Bevor es zu gewalttägigen Übergriffen auf unser Land kommt flutet die SNB die EU mit den Tonnen von Euros die sie mittlerweile gehortet hat, was den Euro endgültig auf den Boden bringen wird.
Während der ganzen Zeit stellen wir den Import von EU Gütern auf null und beziehen was wir brauchen aus China, Russland, Südamerika etcetera.

Hollywoodreif nicht wahr?

Jedenfalls spannender und von der Rolle der Schweizer in meinem Streifen her gesehen kreativer, aktiver, selbstbewusster, mutiger, anstatt wie in ihrem weinerlichen Schlussakt beschrieben, angesägte Äste und Bürger die entrechtet auf Knien, vor ihren neuen Herren um Aufnahme in die "Zentrale" flehen.
Übrigens hat die Schweiz keine Verträge gebrochen, wir wollen nur neu verhandeln, auf Kontingentbasis sozusagen. HIngegen ist die EU berühmt für ihre ewigen Vertragsbrüche und nie im Leben ein zuverlässiger Geschäftspartner. Ausserdem nützt die Schweiz der EU ungleich viel mehr als sie uns. Im Gegenteil, sie bringt uns mit ihrer Unreife und den damit verbundenen pubertären Frechheiten nichts als Ärger und gefährliche Konflikte und Unruhen in ganz EU-Land! Wir finanzieren die EU jährlich mit Milliardenzahlungen, wir sind der drittgrösste Importeur von EUGütern und unsere Nationalbank sitzt auf fantastrillionen Euro um ihn zu stützen.
Was bekommen wir dafür? Sozialen und politischen Stress. Wir werden wegen dem Bankgeheimnis und wegen unserer Steuergesetze sturmreif geschossen und allesamt pauschal verurteilt und angeprangert und zwar für dieselben hochkriminellen Vergehen denen sich die EU mit ihren Steueroasen selber schuldig macht.
Die EU blufft - sie muss - viel anderes hat sie nicht zu bieten - als heisse Luft!
Es bliebe nur noch die Armee, nicht wahr?
Da müsste man dringend aufklären ob Schweizer sich auch auf die Menschenrechtskonventionen berufen dürfen, oder ob die, wie immer, nur für die Einen gelten und je nach Gemengelage für die Anderen dann nicht.

>>unsere Nationalbank sitzt auf fantastrillionen Euro um ihn zu stützen<< Das darf aber nicht wahr sein, dass sowas Jemand glaubt!! Würde die NB nicht wie wild Euro kaufen, wäre der Fr. so teuer, dass der ganze Export der Schweiz zusammenbrechen würde. Dem Euro ist es recht egal, dass ein keiner Teil in der Schweiz ist. Aber bravo - einfach und SVP-mässig gedacht, wie der ganze Rest!

Ist mir doch egal, dass die Fantasttrilliarden Euro die unsere SNB hortet nicht aus selbstlosen Gründen dort liegen. Tatsache ist wohl, dass sollte die SNB die Geldhaufen alle auf den Markt werfen die EU ganz schön alt aussehen würde.
Mit SVP-Denke hat das nichts zu tun. NIcht vergessen, die grösste Zahl der Schweizer ist parteilos unterwegs, hängt sich also nicht kurzsichtig und kadavergehorsam an eine der Parteien im Lande.
Die Parteilosen kommen auch weniger auf die Idee jeden Gedanken der nicht in die Doktrin ihrer Partei passt der SVP in die Schuhe zu schieben.

Wenn das oben beschriebene nicht creatives Potenzial ist, das dem Land gut tut, so will ich Steinbrück oder noch schlimmer heissen. Der Wahrheits-gehalt ist sehr überzeugend. Danke.

Wer hat denn Sie gesponsert? Goldman Sachs? Deutsche Bank?
Diejenigen die unser Vaterland verraten werden noch sehen was sie davon haben! Das Ziel der EU ist die völlige Enteignung des Souveräns und die Aufhebung aller Grenzen/Nationen innerhalb, aber das ist ja zuviel für den normal denkenden.
Sowas schimpft sich Journalist! Pfui Herr Woker

Herr Woker, ich bitte Sie um Kenntnisnahme dieses Textes aus dem aktulellen TA. Es lohnt sich bis ganz zum Schluss dabei zu bleiben
denn es äussert sich eine sehr kompetente Person zum Thema
(Auszug aus nachfolgendem Link zu M. Schweizer, Story im aktuellen TA)

"Max Schweizer arbeitete als Diplomat in Schweizer Botschaften unter anderem in Südafrika, Saudiarabien, Finnland und Spanien. Er ist Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur. Unter der Begriffskreation «Applied Diplomacy» gibt er dort in Lehre und Weiterbildung Erfahrungen aus seinem «Diplomatenleben» an Studierende weiter. Beim Verein Swiss Diplomats Zurich Network amtet er als Geschäftsführer. (Bild: ZHAW)

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-liechtensteinische-Loesun...

Herr Woker, ich zitiere Sie:

"Einziger Weg zurück zu Wohlstand und internationalem Status wird letztlich der bedingungslose Beitritt zur EU sein.

Jener EU, welche die Schweiz viel weniger braucht als umgekehrt."

Nun zu meiner Frage: Wissen Sie eigentlich wie sehr Sie lügen? Oder ist ihnen das manipulieren Anderer so sehr zur zweiten Natur geworden, dass Sie sich den Müll selber glauben den Sie hier zu verbreiten versuchen?

Der erste Link hier wurde bereits von einem anderen Leser eingestellt. Nun von mir noch einmal, speziell für Sie, Herr Woker:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/11/papiertiger-in-bru...

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article124718119/Der-wohlueberlegt...

http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Schluss-mit-der-EU-Euphori...

sogar eine SEHR WICHTIGE ANALYSE zu den Beziehungen der Schweiz zur EU und umgekehrt.
Darüber wird weder hüben noch drüben gerne gesprochen - aus leicht nachvollziehbaren Gründen. Die Schweizer sind sowieso schon frech genug in dem sie ihre verfassungsmässig garantierten Rechte in Anspruch nehmen. Wenn sie dann aber noch genau wissen wie wichtig sie für die EU tatsächlich sind dann kann man mit diesen direkt demokratischen Gartenzwergen gar nicht mehr umgehen, sprich: sie mit finsteren Drohungen in die Arme der grossen Krake in Brüssel scheuchen!

"Am Ende ist klar wohin diese Entwicklung führen wird."
Das wissen doch nicht nur wir, sondern auch die erstklassigen Schreibtischtäter in der Regierung, vor allem die in der Brüsseler Zentrale.
Also wird es wohl höchste Zeit diese Leute (auch die in der Schweiz) nach ihrer genauen Strategie zu fragen. Warum muss ein ganzer Kontinent mit irrwitzigen Bestimmungen heruntergewirtschaftet werden? Warum müssen die Bürger aller europäischen Staaten in die Armut getrieben werden?
Wem nützt das etwas?
Um dieses Drehbuch zu verstehen muss man unbedingt danach fragen wer davon profitiert. Die Antwort hat man schnell gefunden, denn sie liegt vor aller Augen offen da.
Sind Millionen von Menschen nur dafür auf die Welt gekommen um die Taschen dieser Leute zu füllen und sich von ihnen missbrauchen zu lassen?
Auch die Antwort darauf sollte einfach sein.

Ihre 'Analyse' ist nicht sehr hilfreich, Sie plappern alle gängigen Worthülsen nach.
Ausserdem scheint es, als hätten Sie jetzt schon die Hosen voll. Noch ist gar nichts passiert und ich traue unserem Bundesrat und unserer exzellenten Diplomatie zu, eine gute Lösung mit der EU zu finden.

Schade, bisher hatten mich die Standpunkte von Autor Woker immer überzeugt. Ich kann mich über seinen heutigen 'Offenbarungseid' nur wundern: "Einziger Weg zurück zu Wohlstand und internationalem Status wird letztlich der bedingungslose Beitritt zur EU sein."

Das hätte die EU gerne.
Die Eu schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn sie mit uns Verträge bricht. Wenns hart auf hart kommt, könnte die Schweiz sämtliche Euros auf den Markt werfen und gleichzeitig die Währungsanbingung kündigen. Dann wäre das Grössenwahnsinnige elitäre Projekt in einer Sekunde auf die andere zerstört. Dass will natürlich niemand, aber ich würde die Drohung sicher in den Raum stellen.

Der bedingunslose EU Beitritt wäre für uns eher der totale Untergang, da nun Länder in die Kriese schlittern, die die EU auch mit der enteignung des kompletten Volksvermögens mit 3 Billionen nicht mehr stemmen kann und gleichzeitig noch zusätzliche Länder aufnimmt, die schon jetzt am Boden sind.

Sowieso kapiere ich nicht, wieso man immer noch über den EU-Beitritt diskutiert. Da genügt es wohl einigen nicht, wenn die bisherigen 28 Länder nach Strich und Faden ausgenommen und betrogen werden, da müssen wir uns nicht unbedingt auch noch von den betrügerischen Bankern ausrauben lassen. Wer das Betrugs-Spiel bis jetzt nicht kapiert hat, dem ist nicht mehr zu helfen, oder er gehört selbst zu den Betrügern?

Warum macht man das? Wieso behauptet man weiterhin die "Grossmacht" der EU würde anderen Ländern Wohlstand und Sicherheit bringen? Sogar im Mainstream ist mittlerweile durchgesickert, dass dieser Koloss auf tönernen, brüchigen Füssen steht und an allen Fronten um sein Überleben kämpft.

Warum wollen einige Leute in unserem Land unbedingt in ein sinkendes Schiff einchecken und warum wollen sie gleich die ganze Nation dazu überreden ihren hirnrissigen Blödsinn mitzumachen?
Wer immer in die EU will soll gehen und den vernünftigen Teil der Schweizer Bevölkerung damit in Ruhe lassen.

Herr Woker, Sie sind in ihrem Glauben in die EU zu weit fortgeschritten. Kann man Ihnen behilflich sein ?

Mein Sensor ortet in Herrn Woker wieder einen der Erleuchteten der das Schweizer Stimmvolk anscheinend für blöde hält! Diese Einstellung findet man auch häufig in der Landesregierung gegen über ihrem Stimm- und Wahlvolk.
Ich finde es toll wie jetzt anlässlich dieses Abstimmungsresultates die Masken derer fallen die sich den Erfolg der Vorlage nicht haben vorstellen können.
EU-Befürworter outen sich bei solchen Gelegenheiten selten respektvoll und demokratisch, das merkt man sich.

Was bedeutet die Personenfreizügigkeit eigentlich? Sie ist ein gigantisches europäisches Wirtschaftswachstumprojekt im Krieg der globalen Wirtschaftsmächte. Millionen von Arbeitnehmer werden zu Wanderarbeitern und gehen dorthin, wo eiligst und möglichst billig produziert werden muss. Die Arbeiter und Angestellten sind zu einer Manövriermasse der Wirtschaft geworden, abgesegnet durch so genannt demokratisch legitimierte Gesetze und Verordnungen durch die Politiker. Vielleicht müsste man mal fragen, was die soziale Entwurzelung und monetäre Schlechterstellung der Lohnabhängigen mit der Personenfreizügigkeit zu tun hat? Ein Beispiel: Bei uns wird gebaut auf Teufel komm raus. Trotzdem sind zur Zeit mehr als 10000 portugiesische Bauarbeiter arbeitslos. Wer mehr als drei Jahre hier geschuftet hat, hat seine Schuldigkeit getan. Es warten hungrige Arbeitswillige in Lissabon und warten nur darauf, in der Schweiz rekrutiert zu werden. Diese Art von Freizügigkeit ist blanker Zynismus. Wem dient das ganze, von Wirtschaft und Politik schön geredete Wirtschaftswachstum? Es wird doch zum Nullsummenspiel. Es werden Häuser gebaut, Menschen kommen mehr als sie gehen, es gibt mehr Konsumenten, aber immer weniger Kulturland. Ich mache für den Verschleiss von Kulturland nicht die Ausländer verantwortlich. Mehrheitlich ist er hausgemacht. Aber wie soll eine Schweiz mit z.B. 10000000 Menschen gebaut, gestaltet und verwaltet werden? Welche Freiräume soll es noch geben? Wer muss sich wann, wie und wo einschränken? Die Gegner der Masseneinwanderungsinitiative haben sich solchen Fragen, welche die Zukunft der Schweiz massgeblich beeinflussen, per se verweigert. Nur auf einer fremdenfeindlichen Argumentationsschiene Probleme lösen zu wollen, ist keine intellektuelle Glanzleistung. Es müsste noch ein wenig mehr kommen. Aber ein wild wuchernder Kapitalismus hat noch nie dazu beigetragen, die Köpfe nicht madig zu machen.

@ Christian Hofstetter. Danke für Ihren Beitrag. Genau so ist es. Es ist ein Krieg geworden, ein Krieg gegen die Arbeitenden. Und wie alles hat man diesen Krieg bewusst lancert, um uns niederzuhalten.

Am WEF sagte ein Type, weiss leider den Namen nicht mehr, der Arbeiter müsse sich daran gewöhnen dorthin zu ziehen, wo es Arbeit gibt, notfalls auch in einem anderen Kontinent.
Ich halte gar nichts von diesem Wahnsinn. Wohin soll das führen? Sehen diese Strategen nicht, dass sie so den Planeten zerstören? Ist das etwa das Ziel?

Ich habe das Gefühl, dass die Schweiz richtig entschieden hat. Selbst wenn wir wirtschftlichen Schaden nehmen. Na und? Solange unser Geldsystem und damit unsere ganze Wirtschaft und Politik nur ein paar wenigen Menschen wirklich dient, habe ich keinen Bock mich dafür anzustrengen.

gegen das Volk das in ihr und für sie arbeitet und ihre Produkte konsumiert.
Und immer wieder macht die Wirtschaft denselben Fehler und vergisst, dass ausgebeutete und verarmte Arbeitnehmer keine Kaufkraft mehr haben und das wiederum schädlich für die Wirtschaft ist.
Die Politik vergisst auch dauernd das ein Volk mit niedrigem Lohn weniger Steuern zahlt, was sich mit der Zeit wohl auch auf die Bezüge der Staatsführer auswirken wird - aber vorher wohl noch auf die Sozialwerke - was wiederum ........tralalala und so weiter.
Eigentlich hätte die Wirtschaft allen Grund anständig mit den Arbeitnehmern umzugehen anstatt sie gesamteuropäisch zu billigen Wanderhuren zu machen. Einsicht ist nicht zu erwarten, es muss wohl alles erst wieder zuschanden geritten werden?

Alle sozialen Probleme (wie auch die Einwanderung) haben einen einzigen Nenner. Der Zins und Zinseszins. Ich kann es nicht oft genug betonen: Der Zins und Zinseszins zerstört alles. Wer mit Excel umgehen kann und die Zinsrechnung vom Jahr 0000-2014 mal selbst macht, weiss was passiert, wenn die weltweite Geldmenge (heute ca. 111 Billionen Dollar) die abbaubare Ressourcen überschreitet und man einfach an den Punkt kommt, wo man nicht noch mehr Reorganisieren kann. Oder man noch mehr Produkte produzieren muss, auch wenn niemand mehr Geld hat um die zu bezahlen, aber trotzdem noch Zinsschulden bezahlen muss. Weil diese Zinsschulden in der Geldmenge nicht vorkommen.
Dann braucht es nur noch einen Wirtschaftscrash und wir sind soweit, dass wir uns die Köpfe einhauen.
Das kann man sogar mathematisch berechnen, wann dieser Crash-Punkt in etwa ist. Das harte ist, er war vor etwa zwanzig Jahren. Das bedeutet, die Nationalbanken haben den Crashpunkt mit Niedrigzins und einer gigantischen Geldschwemme und allerlei anderen Tricks hinausgezögert und so die Folgen für alle um ein vielfaches verschlimmert. Ja man nimmt eine Hyperinflation oder Deflation in kauf um den angerichteten schaden wieder gerade zu biegen.
Und diese Folgen spüren wir jetzt und auch in Zukunft in maximaler Härte. Was bedeutet, noch mehr Burn-outs, Selbstmorde, Entlassungen, Enteignung, Konkurse von grossen Unternehmen (z.B. Karstadt), Wirtschaftskriege, Währungskriege, Ungerechte Verteilung, Hungersnöte. Bis zum Krieg, um mit dem Aufbau wieder Wachstum zu erzeugen, bis es dann irgendwann wieder zusammenkracht. Das ist übrigens nicht etwa pessimistisch gedacht, sondern rein mathematisch.
Der Bundesrat weiss dies und wollte immer mehr billige Arbeiter, um das Wachstum anzuregen, was natürlich auch nur sehr begrenzt funktioniert und zudem den Zinsstress in den Nachbarländern erhöht. (Deshalb auch der Angriff auf das Bankgeheimnis) Irgendwann überholt der Zins auch dieses marginale Wachstum. Was dann? Prügelt man die hereingeholten Ausländer mit Gewalt wieder raus, wenn man die Sozialkosten nicht mehr tragen kann?
Egal wie die EU jetzt reagieren wird, wir sind weiter im Hamsterrad gefangen und müssen immer schneller und jedes Jahr nochmals schneller rennen, um dieses blöde Wachstum zu erzeugen. Würden wir uns von diesem falschen Zins-Spiel lösen, brauchten wir diesen ganzen Stress nicht mehr. Leider sehe ich mich auf weiter Flur alleine mit dieser Einsicht, daher wird sich so bald auch nichts ändern.

Na ja, wenn die EU die Schweiz nicht braucht, weshalb stört sie sich denn an dem Entscheid des Souveräns? Man kann ja aus den Kommentaren lesen, wie die EU mit den Kleinen umspringt, ob Mitglied oder nicht. Es wird gedroht und geschimpft. Ich bin überzeugt, dass die Schweiz eine wunderschöne Zukunft ausserhalb dieser zerbröckelnden EU hat!

Rückgrat und Ehre und Demokratieverständnis scheint Herr Woker nicht zu besitzen ...

Mich würde eine korrekte und umfassende Aufzählung der Leistungen interessieren, welche die Schweizer/innen zugunsten der EU geleistet haben. Und wie sieht dieses Resultat im Vergleich zu den umliegenden Ländern aus (proportional zu den Steuerzahler/innen).
Das würde ich gerne demnächst hier lesen!

bezahlt die Schweiz jetzt schon wieder jährlich der EU? Kohäsionszahlungen heisst das glaube ich. Kommt das Geld nicht via Steuerfranken von den Schweizer Bürgern? Wissen Sie, die Banken in der Schweiz, die Pharma und so, die sind schon reich, aber die Schweizer Bürger müssen das ganze Jahr ganz schön ackern um soviel Geld in den Rachen der EU schütten zu können.

Die Leserkommentare in den Deutschen Medien sind mehr als eindeutig. Die meisten verstehen den Schweizer Entscheid und begrüssen die Direkte Demokratie, ja fordern sie auch für sich. Weiter halten die meisten überhaupt nichts von der EU.
Mag sein, dass die EU die Verträge kündigt und wir dann etwas ärmer werden. Na und? Geld ist nicht alles. So wie unser Geldsystem funktioniert, bedeutet es genaugenommen gar nichts.

Wir sind uns ja gewohnt, das die EU Verträge bricht wie es ihr gerade einfällt, warum regt man sich jetzt so auf wo ein NICHT-EU-LAND die PFZ neu verhandeln will?
Leserkommentar im deutschen Mainstream.
Die Frau/der Mann hat Recht!

Das Ansehen der EU scheint weiter abzunehmen. GB dürfte nicht mehr lange mitmachen. Die Eurokrise ist ebenfalls nicht überwunden. Nicht einmal den Hauptsitz kann man vor Spähern schützen. Anderswo denkt man ohnehin: "f..k the EU". Und dann schliesst die Schweiz angeblich auch noch ihre Tore.
Aber die Lobbyisten in der EU werden es bestimmt richten und lassen sich auch zukünftig keine Geschäfte mit der Schweiz entgehen.

Ursache und Wirkung. Auch bei Monokausalität ergeben sich oft dennoch verschiedene Wirkungen. Kräfte in Holland, Frankreich, Österreich ja sogar in Italien stellen seit langem Fragen, Fragen die niemand beantworten will. Eine davon lautet: „Warum Quantität vor Qualität“? Die Menge bedeutet ja nicht immer Überfluss, sie kann auch manchmal Überschwemmung genannt werden. Wenn Dichte und Gedränge Aggressionen erzeugen, kommen zusätzliche Fragen der Gewöhnung dazu. Ein Japaner hat andere Empfindungen bei Dichte als ein Europäer. Ein Amerikaner ist sich je nach Lebensort an dessen Leere oder Dichte gewohnt. Diese Abstimmung sagt viel aus über Souveränität, über heimliche Ängste und über Misstrauen gegenüber einer Wirtschaft die sich seit langem immer öfter von ethisch moralischen Prinzipien verabschiedet. Werterhaltung stehen für die Bürger scheinbar vor lemmingehaften Anhäufen von Reichtum an Hot- Spots. Also muss diese Abstimmung als Richtlinie und Warnung zugleich empfunden werden. Wir werden sehen ob diese Europa mit solchen Signalen, auch aus dem eigenen europäischen Raum, umzugehen weiss. Ein flexibles, demokratisches, menschennahes Europa wird wohl die Anliegen seiner Völker nicht einfach ignorieren können. Personenfreizügigkeit ja, aber immer für die in den Regionen verkraftbaren Rahmen….so will es das Volk!….cathari

dieser Ex-Bundesrat mit der EU verhandeln, so quasi im Auftrag der Schweizer Regierung. Vielleicht merkt er dann, dass dort nicht alle nach seiner Pfeife tanzen und auch andere Werte gelten als der so leicht mit populistischen Sprüchen manipulierbare "Volkswille".

war endlich mal wieder nicht manipuliert und weichgeklopft.
Das Abstimmungsergebnis ist authentisch. Über 50% der volljährigen, stimmberechtigten Steuerzahler wollen eine selbstverwaltete Schweiz und haben dementsprechend abgestimmt.
Wir haben gesehen, dass die PFZ für Arbeitnehmer eine Null- um nicht zu sagen eine MInus-Nummer ist und zwar in jeder Beziehung!
Hätte die SVP diese Vorlage nicht geliefert so würde (und wird) es halt die Ecopop Initiative sein, die ebenfalls angenommen worden wäre (und wird).

Was wird man zur Ecopop Initiative sagen? Die ist nicht SVP/Blocher und hat ausschliesslich die Lebensqualität von Natur und Menschen in unserem Land zum Inhalt und sie will die Zuwanderung auf unter 0,2% drücken - auf die Argumente dagegen (speziell von Grün/Rot) darf man gespannt sein.

Da kann ich nur Zustimmen. Ein grösseres Eigentor konnten die SVP und die EU-Gegner wohl kaum schiessen. Die sogenannte "Masseneinwanderungs-Initiative" zielte bewusst auf das Personenfreizügigkeits-Abkommen mit unseren direkten Nachbarn, den EU-Ländern, ab. Die Initianten (insbesondere ein Ex-Bundesrat) waren sich bewusst, dass sie damit das ganze, nach jahrelangen und mühsamen Verhandlungen erzielte Regelwerk mit der EU in Frage stellen.

Wie soll nun ein Bundesrat den EU-Verantwortlichen erklären weshalb die wohlhabende und prosperierende Schweiz, ohne Not dieses Regelwerk quasi kündig. Die EU hat sich in den vergangenen Jahren um etliche Staaten erweitert und hat heute ganz andere Prioritäten als sich ein weiteres Mal in, von der Schweiz provozierten, langwierigen Verhandlungen mit einem Kleinstaat abzumühen. Die EU-Delegierten werden sich darauf beschränken die Schweizer-Delegation freundlich darauf hinzuweisen, dass die Schweiz das EU-Beitrittsgesuch zwar aufs Eis legte, jedoch nie zurückgezogen hat. Da bleibt der Schweiz auf kurz oder lang nichts anderes übrig als der EU beizutreten.

Der EU beitreten und in der EU auch mitbestimmen ist allemal besser als der bilaterale Weg, der immer mehr in die Sackgasse führt. Innerhalb der EU kann sich die Schweiz mit Gleichgesinnten für eine Reform der EU einsetzen, kann auch beim Erlass von Gesetzen mitbestimmen statt ohne jegliche Mitbestimmung blindlings EU-Recht übernehmen zu müssen. Insofern war die gestrige Abstimmung ein absoluter Glücksfall.
Und wenn die Schweiz EU-Mitglied ist, dann werden Brüssel und die EU-Länder wesentlich respektvoller mit uns umgehen.

Nur "respektvoll formulierte" Milliarden-Rechnungen der Brüsseler Diktatoren würden auf die dumme Milchkuh Schweiz zukommen als EU-Mitglied und Untertan ! Realitätsfremder kann mensch wohl nicht argumentieren als R. Binswanger !

R. Binswanger sieht die Dinge um einiges realistischer als Sie. Nur durch Mitbestimmung erhält man sich die entsprechende Souveränität, und das geht nun einmal nur als eigenständiges Mitglied in der EU. Falls Sie glauben, die bilateralen Verträge seien gratis zu haben, dann haben Sie diese Welt nicht verstanden und Sie realisieren damit nicht einmal, dass man sich genau damit zur "dummen zahlenden Milchkuh" macht und das erst noch selbst verschuldet und souverän entschieden.

Lesen die Herren Bieri und Binswanger sich vielleicht auch mal durch die Leserkommentare zum CH-Abstimmungsergebnis in den deutschen Mainstream Medien (EU-Konform)?
Da reden die Fachleute zum Thema EU - die EU Bürger nämlich!
Man kann die Zustimmung zum CH-Volksentscheid getrost auf etwa 70% schätzen. Die Begründungen dafür werden gleich mitgeliefert.
Ihre Aussagen hier lassen darauf schliessen das Sie solches ignorieren und nicht zur Kenntnis nehmen wie sich das Leben in der EU für die EU Bürger real anfühlt. Niemand der das Volk ernst nimmt kann das ignorieren. Niemand der erkannt hat das jeder Staat aus Bürgern besteht die ihn - den Staat - und die überblähten Bezüge des Politapparates finanzieren sollte so leichtfertig weghören, wenn das Volk genug hat.
Aber na ja, Geschichte neigt dazu sich zu wiederholen.

Jedenfalls haben diesmal die "Ja-Sager" eindeutig recht.
Vor allem weil die EU eindeutig kein zuverlässiger Geschäftspartner ist.

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