Irritierende Signale der Spitze

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Irritierende Signale der Spitze

Von Nick Lüthi, Medienwoche - 12.03.2018

Die nach dem Untergang von «No Billag» von SRG-Generaldirektor Gilles Marchand angekündeten und von vielen gutgeheissenen Massnahmen sind nicht so eindeutig.

SRG-Chef Marchand hat auf Kritik an seinem Unternehmen reagiert und neben Spar- und Umbaumassnahmen eine ganze Reihe weiterer Reformen angekündigt, die den Privatsendern mehr Spielraum verschaffen sollen. Doch schaut man genauer, was Marchand gesagt hat, sind die Erwartungen vielleicht überzogen.

Lesen Sie den Artikel von Nik Lüthi in der Medienwoche.

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Schon der Titel von Art. 40 „Neue finanzielle Bedürfnisse der SRG“ zeigt, in welcher Richtung der Finanzbedarf der SRG in Zukunft gehen könnte: nach oben! Eine Reduktion der Gebühreneinnahmen wird schon gar nicht in Erwägung gezogen, obwohl sich die Gebühreneinnahmen von 1984 bis 2016 von 0,4 Mia CHF auf 1,24 Mia CHF erhöht haben.

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